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Sächsische Volkslieder

Sächsische Volkslieder


De Recklich Mäd

Et wor emol en recklich Mäd,
am dau sich munch en Knecht garn dreht.
Si weeß wau Mälch, si rüt wau Bleat,
doch lider waßt sau et ze geat.
/: Dat sau am allerheschten wor.:/
Hm, hm, cha, cha.
Am allerheschten wor.

En stattlich Bursch`di wul sau hun
uch sau wul än uch garn zem Mun.
Wel he en wacker Kont uch fesch,
doch wau he sau zer Frau drä hesch.
/: Si stallt sau sich als will sau net.:/
Hm, hm, cha, cha.
Als wil sau warlich net.

Ach, Mottero ech bleiwen hau,
net geat mech schin dem Misch als Frau.
Woram dann net tia Guldichet meng?
Ir wart det stattlichst Por ja sen.
/: Ech bän halt doch noch vil ze gang.:/
Hm, hm, cha, cha.
Se wor noch vil ze gang.

Der Motter wor et glat net recht,
et det er Lid am desen Knecht.
Doch setch sau wau et dir gefallt,
tau solt dir wialen wen tia wallt.
/: Ech zwoingen dech ze nechem net.:/
Hm, hm, cha, cha.
Sau zweung se warlich net.

Kom hat de Mäd de Read gehürt,
si wor afist sau gunz bekrit.
Af ist wor det verstallen ös,
uch schnell platzt är det Würt eräus.
/: Ach, Motter, Motter zwoinch mech doch.:/
Hm, hm, cha, cha.
Ach, Motter zwoinch mech doch.

* * *

Et schalt a Klang durch aus Gemin

Et schalt a Klang durch aus Gemin,
dot äs an Freudich loekt.
Mir waßent allen grueß uch klin,
am scheßt et wid an Broekt.
Wi wit et sen, wi wit et sen,
mir waeßent alle giat.
/: Dat hetch an Broekt zem hischen äs,
dot baest gewaeß nor tia.:/

De Riaf dau meß en Holdung hun,
wunt ungdresch glatt net git.
Si bainch em sau un de Steawel un,
Dat sau uch Wäingmren drit.
Tia bäst de Riaf, tia bäst de Riaf,
der Steawel äs uch hau,
/: schloing dech am än amschloing dech fest,
en ward seng Broekt, seng Frau.:/

En Krunz hea an der Hund nia drit,
an Zadel ugepäelt.
Herr gaf dat an Erfällung git,
dot wat der Zadel sprächt.
Nor net vergäßt, nor net vergäßt,
wau gläcklich ir nea set.
/: Dinkt uch un eas, dinkt garn zeräck,
un dau hiesch Jugendzetch.:/

Leawt wol ir schatzig Stuwen meng,
an den ech hun gehoest.
Ech meß nia bold meng Wirtan sen,
meß bän auf ijan Foest.
Nor de Gesängd, nor de Gesängd,
sol Gott der Herr eas gin.
/: Dre wat det Schäcksel mät sich breunch,
dot walln mir af eas nin.:/

Det Scheßen nit nea nichemi Eunch,
et git mat Palwer un.
Mit nin eas Bißen än de Heunch,
dau mir vum Dappner hun.
Scheßt dat et kracht, scheßt dat et kracht,
ir Wirtschaft sol gedon,
/: esefelt Galden selt ir hun,
wau wat hau Scherwen lon.:/


* * *

De Astern
Grete Lienert-Zultner

De Astern blaun insam äm Gorten,
de Medscher gon soingend verbau.
/: Der Muen di schench iwer de Giwel.
der Harwest, der Harwest as hau.:/

Kam len dech nor fest un meng Schulder,
deng Zeren dau sen esi hiß.
/: Hetch kun ech dech noch ist amschloingen,
wi wiß, wuni weder, wi wiß.:/

De Astern blaun ingsam am Gorten,
da Ruesen sen longhär verblautch.
/: Schluef geat tia meng inijet Harzken,
schluef geat, dann det schiden as hau.:/

* * *

Der Honterstroech

Der Hontertstroech, der Hontertstroech
di blautch gor hisch äm Mo.
Due sung en klinzich Vijelchen,
en Lid vun Läuw uch Tro.

Baum Hontertstroech, baum Hontertstroech
mir soßen Hund an Hund.
Mir woren än der Moenzetch,
de gläcklichsten am Lund.

Baum Hontertstroech, baum Hontertstroech
un Uafschied geng et nea.
Kam bold zeräck, kam bold zeräck.
Meng allerläufster tea.

Baum Hontertstroech, baum Hontertstroech
düe sätzt an trägrich Med.
Der Vüjel schwecht, der Hontertstroech,
di hot longhär verblautch.


* * *

Motterharz

Georg Meyndt

Motterharz, tea Adelstin,
hart äm Drüen uch Dulden,
drist et alles gunz ellin,
wat de Känjd verschulden;
frost dich, wonn sä recht geduen,
host sä recht erzüjen,
kust än ängden noch verzoen,
mäer sä dich bedruegen.

Motteruch, tea seßer Starn,
iwer denje Känjden,
wist wi sich är Wiech verwärr'n,
än de rechten ändern.
Host vu' Klennem sa bewacht,
wonn de Wulken drodjen;
wonn det Gläck än' wedderlacht,
fäinkelst tea vür Frodjen.

Motterhemd, tea Guld uch Geat,
hälfst un allen Denjen;
wonn den Känjden säinkt der Meat,
bäst tea änj ze Hoinjden.
Grefst fuer sau mäir än det Fejer,
hälffst än alles brueden,
lihrst de Nüt, det Eagäheuer,
durch de Fleß erdulden.

Mottermälch, tea iwich Quall,
geäder, frommer Lihren,
werscht de Känjd mir ös der Hall
garn ze Gott bekihren.
Betst fuer sau än grueßer Nüt,
betst feur än är Sanjden;
Se sau gläcklich, wid der Düd
dech noch leichter faindjen.

Biet ir Känjd: det Motterharz
sol noch long eas liewen;
Motteruch verhäudj de Schmärz,
moch den Wiäch eas iewen;
Motterhemd da hälf äus troa,
schätz eas vuer Verdarwen;
Mottermollj as Bibel soa!
Motter sol net starwen!


* * *

Mir wallen bleiwen wat mir sen

Mir wallen bleiwen wat mir sen
Gott hälf eas enzt uch aindjen.
Mir wäßen wat mir schäldich sen,
den Dueden uch den Käindjen.

Mir wallen leajen festen Grängd,
af Tro uch Gottes Gluwen.
Drä kent ir kun, mir saun ech zea,
det Harz kent ir net ruwen.

Aus Harz as detsch, aus Gott as detsch,
än eas uch ausen Kaindjen.
Mir wallen bleiwen wat mir sen,
Gott half eas enzt uch aindjen.

* * *


Branchen um gealen Ring


Branchen um gealen Ring
fleßt durch da gunz Gemin,
fleßt Doch uch Nocht.
Ös dem sich allen Letch,
Waingter uch Sommerszetch.
/: Wasser hot brocht.:/

Gangeltschen flitan kit,
dreft bäs het Wasser nit.
Spauß allerloe.
Spauß di gewant a Loch,
Kräch af zwe Dil zerbroch.
/: Schroe nea nor schroe.:/

Hans sprächt genäch fuer hetch,
schmeßt de Sens af de Setch.
Neuß wau gebäut.
Stallt sich unt Branchen un,
täenkt sich uch an de Grun.
/: Wun he in häut.:/

Weungdersmun kit eraf,
sprit sich seng Zadern af,
hot afgedäscht.
Wun hea nor Honger haut,
Pauli gor ongem brauech,
/: det Branchen lischt.:/


* * *

Der Broektkrunz

Ernst Thullner

Zea Urbejen am Eangderwold,

do het an der Kirch oaf dem Rech

E Krongz eos Steng, si hoart och kolt,

wet hi wol bedegden mech ?

Meng Grögs erzolt mir est de Mer,

vun desem Krongz eos Steng

Vun er Med dä gelidden si schwer si schwer,

vun er Med dä gelävt esi reng :

Zea Urbijen am Eangderwold,

do liwt für leonger Zegt

E Wirt mat Geld gor wühl bestolt,

seng Nummen die liwt noch hegt.

Die hat en Düchter gor hegsch och grögs,

wä der Morjentoa esi frasch

Si weiß wä en Lelch, esi rögt wä en Rögß,

geseangt wä am Woasser der Fasch.

Vill Burschen wulen det Medchen froan,

doch ener nor wor em richt

Nor enem wul at seng Liewen woan,

och dot wor en urem Knicht.

,,Ach Vuter ech hun jo den Misch esi garn,

wä nemesten oaf der Ird

Ech dron an am Harzen, wä der Apel seng Karn,

nor em meng Liwen gehiert.

Em wal ech foljen un`t Oingt der Walt,

ent läwen en wä ech nor kong

Ent wun tea mech glacklech mochen walt,

si gaw mer de Misch zem Mong.

Zesummen gaw wet an Läw sech faingt,

net trann wet zesummen gehiert".

,,Für en Badler hun ech nechen Kaingt,

tea kanzt nea meng letzt Würt.

Tea wirscht des rechen Nober Hanz seng Breokt,

ech hun`t geschwürn

Vun em bekist tea de rögt Fronz,

sonst traft dech me Fleach, meng Zürn."

De Bleamen wilchten, der Harwest kogm,

wet bast tea bloaß meng Breogt ?

Wot hust tea für Kommer, wot hust tea für Gram,

wo bold dir de Heogzetglock leogt ?

Wo sen deng Rügsen? Se sä nea schöng,

geseanken an det Grow?

,,Der Harwest hut sä ewech genöng,

der Harwest menger Läw.

Ech wul em foljen un`t Oingt der Walt,

nea as hi gegeongen elleng

Elleng an de Fremd an de läwlögs Walt,

mengen Schwur hut hi matgenöng.

Ent ech meß mat em ongdren gon,

am fastlichen Heogzetzeach

Doch Vuter nä ech wal net klon,
mech sol net trefen deng Fleach".

Et leogden de Glocken, de Breogt de gegt,

am Zeach zer Kirch oaf dem Rech

;;Tea hemmlescher Vuter, namm tea meng Legt,

namm tea meng Kwul ewech".

Schöng sen sä ögwen, si hift sä de Hoingt:

,,Harr half mir an menger Nögt!"

Dro bracht se zesummen

,,Meng Kaingt, meng Kaingt!"

Amsonst, de Breokt wor schöng döckt.

Der Breoktkrongz awer het och hegt,

bäm Elter noch elleng

An deser leonger, leonger Zekt,

do worden de Bleamen ze Steng.


***

      Giade Morjen, giade Morjen!

Giade Morjen, giade Morjen!
krescht der Kokesch noch vum Baut.
Giade Morjen, Giade Morjen!
unfert äm se Kameraud.
Späzt de Schnuewel, wauzt de Spiren,
sprächt käint Hiehnchen: bäst tea Wach?
Läft dich! kam, hegt drescht em Küren,
säch, dat äs fir eas de Sach.

Giade Morjen, Giade Morjen!
Medchen mät dem brongen Hüer.
Giade Morjen, giade Morjen!
wat tea drimst, dot äs net wüer.
Flicht de Zaup ent lüeß det Drimen,
meßt et mät Geduld noch drüen.
Iwer`t Güer nor kit e himen,
bäs dun wit noch äst vergüen.

Giade Morjen, giade Morjen!
All ir wacker, kernig Ledj.
Gott, der Herr di greßt en jeden,
den he un der Arbet feingt,
git den Segen ent verlet än
nächest bäs un`t Liewenseungt!

***


Medchen, wält`en Kanter nin?

Medchen, wält`en Kanter nin?
Nai Motter nai!
Em hiißt mich drou de Kanterän
uch de Huebesbackerän,
Na Motter, nai!

Medchen, wält`en Farrer nin?
Nai Motter, nai!
Em hiißt mich drou de Farrerän
Uch de Medenschloerän,
Nai Motter, nai!

Medchen wält`en Schnedjer nin?
Nai Motter, nai!
Em hiißt mich drou de Schnedjerän,
Uch de Huesenfläckerän,
Nai Motter, nai!

Medchen wält`en Däschler nin?
Nai Motter, nai!
Em hiißt mich drou de Däschlerän,
Uch de Hobbelspenfräßerän,
Nai Motter, nai!

Medchen wält´en Schoster nin?
Nai Motter, nai!
Em hiißt mich drou de Schosterän,
Uch de Tockenfläckerän,
Nai Motter, nai!

Medchen wält´en Geboejern nin?
Cha Motter, cha!
Em hiißt mich drou de Geboejerän
Uch de fleßich Kuerenschnedjerän,
Cha Motter, cha!


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